Rennstrecke von Vallelunga, Calcata, Bracciano-See, Monte Gelato, Trejatal, Mazzano Romano

























Valle del Treja

Flora, Fauna, antike Überreste und Wanderwege im Trejatal-Park









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Der Trejatal-Park liegt etwa 40 km nördlich von Rom und besteht aus Tuffsteintälern und Felsvorsprüngen, die durch die Verfestigung und Erosion des eruptiven Materials der bis vor ca. 60.000 Jahren aktiven Vulkane der Sabatini-Berge enstanden sind. Zwei dieser Krater füllten sich mit Wasser und wurden zu den Seen Bracciano- und Martignano-See. Die Kombination aus Regenfällen und dem Wasser des Trejastroms ließ im Laufe der Zeit eine Region von tief eingeschnittenen Tälern, steilen Felswänden und Gipfeln aus Tuffgestein entstehen, die nun ein Teil des Trejatal-Parks sind. Die Wasserfälle und Kaskaden, einschließlich die Wasserfälle von Monte Gelato , werden vom Treja-Strom und zahlreichen tiefe Quellen gespeist, die Lebensraum für Süßwasserkrebse und seltene Süßwasserkrabben bieten. Auf den Plateaus und auf den Lichtungen am Boden der Schluchten findet man zahlreiche faliskische und etruskische Grabstätten sowie Überreste römischer und mittelalterlicher Perioden.

Die Flora des Trejatals

Die südlichen Hänge und Gipfel der Tuffsteinklippen sind übersäht mit Steineichen, Zürgelbäumen, Rohrkolben und Erdbeerbäumen. In den Tälern und auf den Nordhängen finden sich Weißbuchen, Französische Ahornbäume und Haselnusssträucher. An der Böschung des Treja-Stroms gedeiht Ufervegetation.

Süßwasserkrabbe, Potamon fluviatile
Süßwasserkrabbe, Potamon fluviatile

Schlafmaus im Trejatal
Schlafmaus (Ghiro) im Trejatal

Die Fauna des Trejatals

Zur Vogelwelt des Parks gehören Teichhühner, Schnepfen, Ringeltauben, Turmfalken und Bussarde. Zu den hier lebenden Säugetieren gehören neben der seltenen Wildkatze auch Stachelschweine, Gartenschläfer, Siebenschläfer, Igel, Dachse, Wiesel und Füchse. Darüber hinaus findet man mit etwas Glück auch die seltene Spezies der Süßwasserkrabbe Potamon fluviatile, bei der es sich offensichtlich um die gleiche Art handelt, die im Jahr 1997 in den Kanälen unterhalb des Trajansforums in Rom entdeckt wurde. Diese Spezies wagt sich zuweilen aus dem Wasser in die Wälder und, im Gegensatz zu der asiatischen Süßwasserkrabbe, kehrt sie nicht zum Laichen in die heimischen Gewässer zurück.


Archäologie des Trejatals

In dieser Gegend findet man interessante archäologische und historische Überreste der Falisker (Falisci), die, bezüglich Ihrer Bräuche und politischen Übereinkünfte mit den Etruskern verwandt waren, jedoch Latein sprachen. Ihr Gebiet erstreckte sich von Mazzano Romano bis in die untere Provinz von Viterbo. Im Park befinden sich zahlreiche faliskische Grabstätten, Straßen, Wassertunnels und mittelalterliche Mauern. Nahe des Hügels Pizzopiede gründeten die Falisker damals die Stadt Narce, von der heute kaum mehr etwas übrig ist.

In Mola di Monte Gelato findet man bedeutende römische und mittelalterliche Überreste. Im Rahmen der Ausgrabungen in den Jahren zwischen 1986 und 1990 fand man Hinweise die auf eine Nutzung des Orts von der frühen Kaiserzeit bis ins Mittelalter schließen lassen. Der Komplex der Villa Augustus war kunstvoll verziert, umschloss anmutig gestaltete Räume, einen Innenhof mit Pool, edle Marmorstatuen, einen Fischteich, ein Badehaus und einen Grabtempel. Einige Reste deuten darüber hinaus auf die ehemalige Existenz einer Voliere hin.



Faliskische Grabstätten

Wander- und Fahrradwege im Trejatal

Der Trejatal-Park bietet zahlreiche verschiedene Routen. Die Wege sind in der Regel gut ausgeschildert, so dass sich Besucher der Gegend auch gut alleine im Wald zurechtfinden können.




Altes Grab in Trejatal-Park

Vallelunga Bracciano-See Mazzano Romano